Page 23 - Badersdorf Chronik
P. 23

DIE GEMEINDE

























               Das frühere Gemeindehaus von Badersdorf            Badersdorf verfügt über ein sehr großes Wegenetz

               Kurz vor Einmarsch der russischen Kampftruppen im   kurze Wegstücke nach Kotezicken bzw. ein Teilstück
               April 1945 konnte die Gemeinde die Inbetriebnahme   nach  Woppendorf.  Zu  Beginn  jeden  Jahres  musste
               der Elektrifizierung mit einer vielumjubelten Lichtfeier   der Güterweg nach Kotezicken für Fahrzeuge über 1 t
               der Ortsbevölkerung begehen.                       gesperrt werden.
               Was geschotterte Wege und das elektrische Licht für   Dem  Ansuchen  aus  dem  Jahr  1952,  betreffend
               die Bevölkerung der damaligen Zeit bedeuteten, kann   Übernahme des Güterweges Kotezicken ­ Woppendorf
               heute vielfach nicht mehr ermessen werden.         als  Landesstraße  2.  Ordnung,  wurde  mit  Schreiben
                                                                  vom  14.02.1955  von  der  Burgenländischen  Landes­
               Im Jahr 1948 konnte das Gemeindehaus nach einer    regierung  stattgegeben.  Die  Gemeinde  Baders dorf
               Bau zeit  von  vier  Jahren  fertiggestellt  werden.  1952   konnte aufatmen, denn jährliche Erhaltungskosten in
               leistete die Gemeinde einen Zuschuss von S 20.000,­   der  Höhe  eines  fast  Halbjahresbudgets  fielen  weg.
               für die Fertigstellung des Pfarrhofes. Ein Jahr danach   Die  Gemeinde  konnte  sich  erstmals  mit  dem  Ge­
               wurden die obere Pinkabrücke mit einer Baukosten­  danken  befassen,  eine  Verbindung  nach  Eisenberg
               summe  von  S  30.000,­  errichtet  und  die  Telefon­  her zustellen. So wurde bereits 1957 ein 1500 m langes
               verbindung nach Kohfidisch finanziert.             Teilstück nach Eisenberg als Forstauf schließungs weg
                                                                  in Angriff genommen.
               Im Jahr 1954 scheinen im Gemeindevoranschlag für
               die  Erhaltung  der  Güterwege  S  25.000,­  auf.  Ein   Der Gemeinderat beschloss erstmals die Einhebung
               enorm hoher Geldbetrag, zumal das Jahresbudget mit    eines Hand­ und Zugdienstes in der Höhe von 400 %
               S 60.000,­ bis S 70.000,­ dotiert war. Es ging um sehr   der  Grundsteuer  A  und  300  %  der  Grundsteuer  B.




                                                                                                                21
   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28